Herzlich Willkommen im Museum Tegernseer Tal - Kultur und Geschichte

Seit 1999 informiert das Museum im Alten Pfarrhof von Tegernsee über Kultur und Geschichte einer der traditionsreichsten Regionen Altbayerns – in 17 Räumen mit rund 850 Ausstellungsobjekten vom 14. – 20. Jahrhundert.

Schwerpunkte sind die Geschichte des Tegernseer Tals vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Zeugnisse des bäuerlichen Lebens und das traditionelle Handwerk.


Sonderausstellung, 22. August - 8. November 2020

LITERATUR AM TEGERNSEE – BEKANNTES UND VERGESSENES

„Tegernseer LiteraTouren“ (TELITO) heißt das Projekt, das im Museum Tegernseer Tal gemeinsam mit dem Literaturschloß Edelstetten nun bereits seit einiger Zeit bearbeitet wird. Wie berichtet, wurde mit Mitteln des Bundes, welche das Projekt finanzieren, die Beleuchtung des Museums modernisiert, sodass das Heimatmuseum nun einen weiteren Schritt zur Visualisierung seiner kulturhistorischen Sammlung machen konnte.

Der Tegernsee als Hotspot der Literaturgeschichte zieht sich über viele Jahrhunderte. Vom bedeutenden Schaffen der Tegernseer Mönche bis zu den Heimatkrimis der Gegenwart verbindet er vielerlei Genres. Im Kloster Tegernsee entstanden neben den mannigfaltigen geistlichen Werken gebildeter Theologen profane Texte, die die deutschsprachige Literatur entscheidend geprägt haben. Mit den Landesbeschreibungen des 19. Jahrhunderts und dem ersten „Fremdenführer“, Joseph von Hefners Beschreibung Tegernsees und seiner Umgebung von 1838, änderte sich das Augenmerk auf Landschaft und Kultur.

Postkarte mit Portriats von Ludwig Ganghofer und Ludwig Thoma, deren Häuser und Grabstätten

Dem allgemeinen Zustrom an hochgestellten Persönlichkeiten folgend, entdeckten zunehmend auch Künstler und Literaten die Schönheit des Tegernseer Tales und seine schaffenskräftige Inspiration.

Große Namen der deutschen Literaturgeschichte sind darunter, 2020/21 gedenkt man besonders der Todestage von Ludwig Ganghofer und Ludwig Thoma. In den Reihen finden sich ebenso Franz von Kobell, Karl Stieler und teils schon weniger bekannte Namen wie Wilhelm Diess, Georg Stöger-Ostin und anderen. Thematisiert wird zudem das Schaffen „schreibender Frauen“, wie Hedwig Courths-Mahler, ihrer Tochter Friede Birkner, Grete Weil und Carry Brachvogel. 

Mancher literarische Text ist einfach nur in der Sommerfrische hier entstanden. Andere wiederum greifen die Gegebenheiten der Region als zentrales Element ihrer Handlung auf.

Ein weiter Bogen durch die Jahrhunderte spannt sich über die detailreiche Sonderausstellung im Museum Tegernseer Tal, die ab 22. August geöffnet ist. Derzeit sind leider aufgrund der geltenden Abstandgebote noch keine Führungen möglich.

Auf dem LiteraturPortal Bayern gibt es einen sehr ausführlichen Artikel von Peter Czoik über die Ausstellung, Sie können ihn hier lesen...


Freitag, 21. August 2020, 19:30 Uhr

Prof. Dr. Klaus Wolf
Tegernsee als literarischer Thinktank des Spätmittelalters

Auftaktvortrag zur Sonderausstellung „Literatur am Tegernsee - Bekanntes und Vergessenes”

Im alten Schalthaus Tegernsee, Hochfeldstraße, Ecke Carl-Miller-Weg 3

Für den Vortrag werden freiwillige Spenden erbeten

Die Sonderausstellung kann ab 17:30 Uhr im Museum Tegernsee Tal besucht werden.


Samstag, 27. Juni 2020, 10:00 Uhr

Saisoneröffnung

Wir haben die diesjährige Saisoneröffnung aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie verschoben und die Zeit für eine Modernisierung der Beleuchtungsanlage genutzt.

Ab Samstag, den 27. Juni, ist das Museum wieder für Besucher geöffnet.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Modernisierte Beleuchtungseinrichtungen

Wer bereits jetzt einen Blick in die neu installierten Räume des Museums werfen möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Mit einem Klick auf das Bild führt sie Roland Götz durch die Themen und erläutert anhand einzelner Objekte die Veränderungen, die mit der modernisierten Lichtführung in all ihren Feinheiten erstrahlen.

Die Umgestaltung konnte mit Bundesmitteln aus dem Projekt TegernseerLiteraTouren sowie einer großzügigen Förderung der Hubertus-Altgelt-Stiftung umgesetzt werden.
Gleichzeitig danken wir den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Altertums-Gauverein für ihren unermüdlichen Einsatz.

Überzeugen Sie sich selbst - vorab mit dem virtuellen Rundgang oder ab 27. Juni bei einem Besuch im Museum!